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Besteuerung von Unternehmen in Malta

Maltesische Unternehmen unterliegen der Steuer von 35% auf ihr weltweites Einkommen und ihre Kapitalerträge. Die maltesische Regierung bietet verschiedene Steueranreize für Unternehmen und für die Ausschüttung von Dividenden an ihre Aktionäre an. 

Doppelbesteuerungsnetzwerk

Malta verfügt auch über ein umfassendes Abkommen eines Doppelbesteuerungs-Netzwerks und zählt bis heute mehr als 70 getätigte Doppelbesteuerungsabkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung. Maltas Verträge basieren größtenteils auf dem OECD-Musterabkommen und berechtigen zu Entlastungen von der Doppelbesteuerung durch die Anrechnungsmethode.

Vollanrechnungsverfahren

Malta betreibt das Vollanrechnungssystem, bei dem die von dem Unternehmen gezahlte Steuer der Steuerpflicht der Aktionäre unterstellt wird, beim Erhalt von Dividenden, was bedeutet, dass keine weitere Steuerschuld für den Aktionär beim Erhalt der Dividende entsteht.

Holding-Gesellschaften in Malta

In Malta registrierte Holding-Gesellschaften, die den Eingang von Dividendenerträgen oder Veräußerungsgewinnen aus einem „teilnehmenden Betrieb" oder von Erträgen aus Veräußerungen der selben Holding-Gesellschaften erhalten, kann eine teilnehmende Befreiung und damit das Einkommmen aus Dividenden geltend gemacht werden, die nicht der Einkommensteuer in Malta unterliegen.     

Aufteilung der Zinsen und Lizenzgebühren

Es wird keine Steuer bei der Verteilung von Zinsen und Lizenzgebühren an gebietsfremde begünstigte Eigentümer auf solche Einkommen erhoben. Es wird keine Steuer wird bei der Ausschüttung von Dividenden erhoben, unabhängig des Wohnorts und der Staatsangehörigkeit der Anteilseigner.

EU-Richtlinien

Da Malta Mitglied der Europäischen Union ist, gelten EU-Richtlinien, wie:

  • Die Mutter-Tochter-Richtlinie der EU: Ziel dieser Richtlinie ist es, eine gemeinsame Steuerregelung im Fall von Mutter-Tochtergesellschaften in verschiedenen Mitgliedsstaaten festzulegen
  • Die Fusionsrichtlinine:  Ziel der Fusionsrichtlinie ist es, Hindernisse bei grenzüberschreitenden Umstrukturierungen zu beseitigen, bei denen Unternehmen in ein oder zwei Mitgliedstaaten liegen
  • Die Zinsbesteuerung: diese Regelung zielt auf die Umsetzung der EU-Kapitalertragssteuer ab, die Mitgliedstaaten verpflichtet, anderen Mitgliedstaaten Informationen über getätigte Zinszahlungen zur Erreichung der effektiven Steuerzahlung im Mitgliedsstaat zukommen zu lassen, wo der Steuerpflichtige zu steuerlichen Zwecken ansässig ist
  • Die Zinsen- und Lizenzgebühren-Richtlinie: Ziel dieser Richtlinie ist es, gemeinsame Steuerregelungen für Zinsen  und Lizenzgebühren zwischen verbundenen Unternehmen verschiedener Mitgliedstaaten einzurichten.
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