Tax and Legal Framework

Steuerliche und rechtliche Rahmenbedingungen

Weiterführende Artikeln

Besteuerung in Malta

Die Kombination von Maltas Steuersystem und des umfangreichen Doppelbesteuerungsnetzwerks bedeutet, dass mit der richtigen Planung und Strukturierung, können Anleger eine erhebliche Geschäftseffizienz erzielen. Die wichtigsten Vorteile, die Malta bieten kann sind die folgende:

  • Einzig Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) mit einen Vollanrechnungssystem
  • Umfassendes Netzwerk an Doppelbesteuerungsabkommen sowie mit Vorteilen, auch wenn kein bilaterales Abkommen in Kraft ist
  • Erstattungsfähige Steuergutschriftensregelung auf Umsatz von Dividende für Aktionäre, gebietsansässige & gebietsfremde Personen
  • Idealer Steueraufenthaltsstatus für Einzelpersonen. Einer der wichtigsten Vorteile des Steuersystems von Malta ist, dass es ein Vollanrechnungssystem besitzt, und das seit 1948, als das Einkommenssteuerrecht zum ersten Mal in Kraft getreten ist. Malta ist in der Tat der einzige EU-Mitgliedsstaat mit einem Vollanrechnungssteuersystem
  • Umfangreiches Netzwerk von Doppelbesteuerungsabkommen mit fast allen wichtigen OECD-Ländern.

Körperschaftssteuer

Einkommenssteuer

Malta ist das einzige Land in der EU, welches das Vollanrechnungssystem in seinem Einkommensteuerrecht verankert hat. Mit den Vollanrechnungssystem auf Unternehmensebene, unterliegen Gewinnen keiner weiteren Steuer auf der Aktionärsebene, da die Aktionäre eine volle Punktezahl erhalten für alle möglichen von der Gesellschaft gezahlten Steuern auf ausgeschüttete Gewinne.

Der Körperschaftsteuersatz in Malta beträgt 35%, jedoch sind Aktionäre bei einer Dividendenausschüttung dazu berechtigt, eine Rückerstattung der Einkommenssteuer auf die von der Gesellschaft gezahlten Gewinnsteuer zu erhalten. Die Höhe des Erstattungssatzes hängt von der Art der verteilten Gewinne ab, und ob eine Doppelbesteuerung in Anspruch genommen worden ist.

Außerdem übernimmt Malta die Beteiligung von gehaltenen Anteilen und sorgt für einen Beteiligungsabzug auf Dividenden und Gewinne bei Investitionen, die gewisse Bedingungen erfüllen.

Grundlage der Besteuerung

Malta erhebt Steuern je nach Aufenthaltsort und Domizil einer Person. Mit Malta verbundene Unternehmen werden als ansässig und wohnhaft in Malta erachtet und daher für ihre weltweiten Einkünfte und Kapitalerträge besteuert. Unternehmen die nicht mit Malta verbunden sind, aber deren Verwaltung und Kontrolle in Malta aus ausgeübt wird, gelten als ansässig, jedoch nicht als wohnhaft in Malta. Solche Unternehmen werden nur für die Einkünfte in Malta besteuert und auf ausländische überwiesene Einkünfte erlassen („empfangen“) in Malta, ausgenommen Veräußerungsgewinne, egal ob überwiesen oder nicht. Unternehmen die nicht mit Malta verbunden sind, noch von dort aus verwaltet oder kontrolliert werden, sind nur auf Einkünfte und Kapitalgewinne in Malta steuerpflichtig.

Sonstige Steuern

Zölle und Verbrauchsteuern

Seit der Konzession von Malta in der EU unterliegen die maltesischen Zollbestimmungen dem europäischen Zollverfahren. Das bedeutet, dass aus anderen EU-Mitgliedsstaaten importierte Güter einer Umsatzsteuerbefreiung unterliegen, wohingegen Güter von außerhalb der EU den Zoll- und Verbrauchssteuerregeln unterliegen.

Mehrwertsteuer in Malta

Die Mehrwertsteuer („MwSt")-Gesetzgebung in Malta stüzt sich auf dem EU-MwSt-Recht. Die Mehrwertsteuer wird auf die Lieferung von Gütern und Dienstleistungen innerhalb von Malta erhoben, innergemeinschaftlichen Erwerb wie auch auf Einfuhren. Der Normsatz für die Mehrwertsteuer beträgt 18%, der niedrigere Steuersatz beträgt 5%, angewendet auf Drucksachen, Süßwarenartikel und Stromversorgung. Eine 7%-Rate wird auf Urlaubsunterkünfite erhoben. Keine Mehrwertsteuer wird bei der Ausfuhr von innergemeinschaftlichen Lieferungen, dem internationalen Verkehr, inländischer Personenbeförderung, Lebensmittel, Pharmazeutika, Versorgung und Reparatur von Schiffen und Flugzeugen fällig. Der Verkauf und die Vermietung von Grundstücken, Bank- und Versicherungsdienstleistungen, Gesundheit, Bildung und Rundfunkübertragungen sind von der Mehrwertsteuer befreit.

In der Regel sind alle Personen (Unternehmen oder Einzelpersonen), die eine mehrwertsteuerpflichtige Leistung in Malta erbringen, zur Registrierung einer Mehrwertsteuernummer verpflichtet.

Persönliche Besteuerung

Personen unterliegen der Einkommensteuer zu einem progressiven Tarif, bis zu einem Höchstsatz von 35%. Personen, die ihren Aufenthaltsort und Wohnsitz in Malta haben, unterliegen der Einkommensteuer auf ihre weltweiten Einkünfte und Kapitalerträge. Personen, die ihren Aufenthaltsort in Malta haben, aber nicht dort wohnen, unterliegen der Einkommensteuer auf Einkünfte aus Malta und ausländischen Einkünften die nach Malta überwiesen werden. Es gibt keine Einkommenssteuer auf ausländische Veräußerungsgewinne, egal ob überwiesen oder nicht. Personn, die nicht in Malta ansässig sind, sind nur für erhaltene Einkommen in Malta steuerpflichtig.

Der Begriff „Einwohner" wird angewendet wenn eine Person in Malta wohnt, ausgenommen vorübergehende Abwesenheit, wie es dem Amt der Einkommenssteuer vernünftig erscheint, und sich nicht mit dem Anspruch eines solchen Einzelnen widerspricht.

Der Begriff „Domizil" ist nicht in den Einkommenssteuergesetzen definiert, aber das Amt der Einkommenssteuer betrachtet ein Domizil einer Person auf der Einheit, der Ort wo seine/ihre Heirat ist und wo die Nachfolge und rechtliche Eigenschaften im Allgemeinen reguliert.

Steuerpflichtige Personen in Malta sind verpflichtet, eine jährliche Steuererklärung abzugeben, in der alle steuerpflichtigen Einkommen des betreffenden Jahres aufgeführt sind. Verheiratete Paare haben die Möglichkeit, eine gemeinsame Einkommenssteuererklärung beider Einkünfte der Ehepartner einzureichen. Im Falle, dass sich ein Ehepaar entscheidet, eine gemeinsame Einkommenssteuererklärung einzureichen, kann die Steuer entweder auf das gesamte Einkommen des Paares mit dem Steuersatz von Verheirateten berechnet werden, oder auf das Einkommen der Ehepartner, jeweils separat zu den einzelnen oder übergeordneten Steuersätzen.

Gesetzeslage

Ein maltesisches Unternehmen ist der ideale Träger für eine Vielzahl von Aktivitäten, angefangen von Eigentumsbesitz bis hin zur Verwaltung von e-Commerce-Aktivitäten und lizenzierten Finanzdienstleistungen. Das Einreichen einer Firmengründung dauert in etwa 2 bis 3 Werktage und die Prozedur ist relativ einfach. Die maltesische Gesetzeslage bietet ein System von Gesetzesmodellen des Zivil- als auch Allgemeinensrechts an. Während das Zivilrecht auf dem Muster von Kontinentaleuropa basiert, sind die meisten Verwaltungs- und Steuergesetzgebungen auf dem britischen Modell aufgebaut. Das maltesische Gesellschaftsrecht, welches durch das Unternehmensrecht geregelt wird, ist vor allem auf dem englischen Gesellschaftsrecht aufgebaut und befindet sich im Einklang mit den EU-Richtlinien. Schiffsfahrtunternehmen werden durch die Schiffshandelsgesetz geregelt. Das Unternehmensgesetz definiert die Arten von juristischen Personen oder Personenhandelsgesellschaften, die festgelegt werden können.

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